Die Programmiersprache Ruby

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BeitragVerfasst: 08 Mai 2010, 22:23 
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Interpreter
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Hallo Community,

Nach allem, was ich hier so gehört habe, scheint es, als ob ich nicht der Einzige bin, der durch den berühmt-berüchtigten RPG-Maker nach Ruby gekommen ist. Und es scheint auch, als ob ich nicht der Einzige wäre, der die Idee mit sich herumträgt, einen eigenen, freien und rubyischen RPG-Maker zu schreiben. Ich wollte einfach mal hier fragen, wer die nötige Lust und Zeit aufbringt, mit mir ein solches Projekt anzugehen. Ich bin bereit, da völlig von Null anzufangen und über die verwendeten Libraries zu diskutieren, möchte aber in die Waagschale werfen, dass ich durchaus akzeptable (ich spreche nicht von guten, aber Lernen ist gut!) C-Kenntnisse aufweisen kann, die man vielleicht zu Gunsten der Performance nutzen könnte.
Wichtig wäre mir, dass das Endergebnis quelloffen sowie frei für kommerziellen und nichtkommerziellen Gebrauch ist, ich dachte an eine Veröffentlichung unter der GNU GPL.
Ebenfalls entscheidendes Kriterium ist es, ähnlich dem RPG-Maker eine weitreichende Skript-Funktion einzubauen.
Was die GUI des Editors selbst hinterher angeht, bin ich ebenfalls offen, kann aber nur Kenntnisse in wxRuby anbieten.
Die Ruby-Version - Nun, allein schon der Zukunftsfähigkeit wegen halte ich 1.9 für unabdinglich. Auch die gesteigerte Geschwindigkeit sollte sich so bemerkbar machen.

Also - wer hat was dafür übrig? Ist das ein Projekt auf GitHub (oder wo auch sonst immer) wert? :?:

Vale,
Quintus

PS: Das hier richtet sich nicht nur an Coding-Geeks! Auch Neulinge sind gern willkommen, sofern die Bereitschaft zum Lernen da ist!

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BeitragVerfasst: 09 Mai 2010, 23:28 
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Prinzipiell hätte ich Interesse, aber leider so wenig Zeit =(


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BeitragVerfasst: 10 Mai 2010, 20:00 
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Nuby

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Ist der RPG-Maker-Markt in Ruby nicht schon relativ gut durch den RPG-Maker-XP besetzt? Ich kenne das GameTool zwar net so gut, hab nur überwiegend davon gelesen. Aber was ich bisher las, klang eigentlich gar nicht mal so schlecht. Das was das Gametool nicht schafft, lässt sich per Coding beim RPG-Maker-XP selbst ausbauen. Folglich müsste dem GameTool eigentlich keine Grenzen gesetzt sein, außer das eigene Können, oder irre ich mich!?


grüße,
zykez


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BeitragVerfasst: 10 Mai 2010, 20:10 
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zykez hat geschrieben:
Folglich müsste dem GameTool eigentlich keine Grenzen gesetzt sein, außer das eigene Können, oder irre ich mich!?
Nein, aber es hat einen ganz entscheidenden Makel: Es ist nicht Open-Source und nicht kostenlos. Da ich jemand bin, der viel vom OpenSource-Gedanken und viel von kostenloser Verfügbarkeit hält, ist das für mich inakzeptabel. Zudem wird der RPG-Maker nicht mehr in seiner Gänze weiterentwickelt. Die Folgeversion, der RPG-Maker VX, ist, wie ich gehört habe, wieder deutlich eingeschränkter als sein Vorgänger, ein Problem, dass sich bei guter OpenSource-Software nicht ergibt, weil andere Personen, die viel von dem Projekt halten, es übernehmen können.

Vale,
Quintus

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BeitragVerfasst: 10 Mai 2010, 22:07 
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Interesse an ein solchen Projekt ist bei mir auch vorhanden. Ich hab allerdings nur mal kurz mit SVN gearbeitet, daher müsste ich mir mal git oder überhaupt Versionsverwaltung genauer ansehen.

zykez hat geschrieben:
Ist der RPG-Maker-Markt in Ruby nicht schon relativ gut durch den RPG-Maker-XP besetzt?
Ja, aber ich hab schon oft gelesen, dass viele bei einer brauchbaren Alternative umsteigen würden, da dem Editor sowie dem RGSS an vielen Ecken Features fehlen bis hin zu vorhandenen und immer noch nicht behobenen Bugs. Die Geschwindigkeit (Ruby 1.8.1 und Grafik per GDI+) ist natürlich auch ein großer Punkt.

Quintus hat geschrieben:
Die Folgeversion, der RPG-Maker VX, ist, wie ich gehört habe, deutlich eingeschränkter als sein Vorgänger
In Sachen Mapping ja, aber ansonsten ist er eigentlich sehr brauchbar und an vielen Stellen (Standardskripte, Datenbank, etc.) bietet er mehr als der RPGXP.


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BeitragVerfasst: 15 Mai 2010, 12:43 
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Cremno hat geschrieben:
Interesse an ein solchen Projekt ist bei mir auch vorhanden. Ich hab allerdings nur mal kurz mit SVN gearbeitet, daher müsste ich mir mal git oder überhaupt Versionsverwaltung genauer ansehen.
Viel besser sieht's bei mir auch nicht aus. ;)

Cremno hat geschrieben:
Die Geschwindigkeit (Ruby 1.8.1 und Grafik per GDI+) ist natürlich auch ein großer Punkt.
Das ist ein Problem. GDI+ ist Windows-spezifisch und ich würde das Projekt gern plattformunabhängig sehen.

Cremno hat geschrieben:
In Sachen Mapping ja, aber ansonsten ist er eigentlich sehr brauchbar und an vielen Stellen (Standardskripte, Datenbank, etc.) bietet er mehr als der RPGXP.
Gut, wenn du mich korrigierst. Ich habe ihn nie selbst benutzt, da ich vorher auf Linux umgestiegen bin. ;)
Aber die verwendete Ruby-Version ist dann wohl etwas angehoben worden, richtig? Der RPGXP war ja noch mit 1.6 unterwegs...

Sonst interessiert sich keiner? Habt ihr dann vielleicht Vorschläge, mit welchen Bibliotheken (auch gerne in C) wir/ich/alle Interessierten arbeiten könnten?

Vale,
Quintus

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BeitragVerfasst: 16 Mai 2010, 17:52 
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Ich bin ja am ehesten für Java =P Aber da erwarte ich großen Widerstand ^^


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BeitragVerfasst: 16 Mai 2010, 19:45 
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Kai hat geschrieben:
Ich bin ja am ehesten für Java =P Aber da erwarte ich großen Widerstand ^^
Eine Verwendung von Java-Bibliotheken würde wohl auf eine Verwendung von JRuby hinauslaufen. Nichts gegen JRuby, aber ich habe mir so einen Narren an Ruby 1.9 gefressen, insbesondere an der Behandlung von Strings, dass ich wo immer möglich nicht darauf verzichten möchte. Praktisch verwende ich 1.8 gar nicht mehr. (Ich gehe noch richtig in der Annahme, dass JRuby nicht 1.9-fähig ist, oder bin ich da veralteten Informationen aufgesessen?)
Abgesehen davon kann ich Java auch überhaupt nicht. ;)

Vale,
Quintus

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BeitragVerfasst: 16 Mai 2010, 19:51 
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Quintus hat geschrieben:
Nichts gegen JRuby, aber ich habe mir so einen Narren an Ruby 1.9 gefressen, insbesondere an der Behandlung von Strings, dass ich wo immer möglich nicht darauf verzichten möchte. Praktisch verwende ich 1.8 gar nicht mehr. (Ich gehe noch richtig in der Annahme, dass JRuby nicht 1.9-fähig ist, oder bin ich da veralteten Informationen aufgesessen?)


jruby --1.9

Kann noch nicht alles, aber eine ganze Menge.

Wo ist dein Problem mit der Stringbehandlung?

Gruß,
Skade


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BeitragVerfasst: 16 Mai 2010, 20:09 
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Skade hat geschrieben:
Quintus hat geschrieben:
Nichts gegen JRuby, aber ich habe mir so einen Narren an Ruby 1.9 gefressen, insbesondere an der Behandlung von Strings, dass ich wo immer möglich nicht darauf verzichten möchte. Praktisch verwende ich 1.8 gar nicht mehr. (Ich gehe noch richtig in der Annahme, dass JRuby nicht 1.9-fähig ist, oder bin ich da veralteten Informationen aufgesessen?)


jruby --1.9

Kann noch nicht alles, aber eine ganze Menge.

Wo ist dein Problem mit der Stringbehandlung?

Gruß,
Skade

Ich bin ein großer Fan der #encode-Methode, weil ich nicht selten Strings mit unterschiedlicher Kodierung verarbeite. Ich weiß, es gibt Iconv - aber seit Ruby das nativ kann, kommt es mir irgendwie "erwachsener" vor. Auch eine wunderbare Sache ist, dass die Methoden von String jetzt standardmäßig auf den Zeichen und nicht auf den Bytes arbeiten und als Gern-Anwender von Regulären Ausdrücken kommt bei mir Oniguruma ausgesprochen gut an.

Aber ich möchte hier jetzt eigentlich keine Diskussion 1.8-oder-1.9 anfangen - 1.9 ist in meinen Augen die Zukunft und davon kann mich auch das schlagfertigste Argument nicht abbringen.

Freilich, ich habe JRuby selbst noch nicht wirklich benutzt - aber die letzten Postings von Charles Oliver Nutter auf ruby-talk ließen fröhlich verlauten, dass volle 1.8.7-Kompatibilität erreicht sei, weshalb ich davon ausging, dass JRuby nicht mit 1.9-spezifischen Dingen umgehen kann. Ich werde mir das gleich mal ansehen und einfach mal ausprobieren, was läuft und was nicht.

Vale,
Quintus

EDIT:
So, habs mal kurz durchgetestet (ja, ich habe Code-Tags gesetzt):

marvin@kerberos:~/Desktop$ jruby --1.9 -v
jruby 1.5.0 (ruby 1.9.2dev trunk 24787) (2010-05-12 6769999) (OpenJDK 64-Bit Server VM 1.6.0_18) [amd64-java]
marvin@kerberos:~/Desktop$ ruby -v
ruby 1.9.1p378 (2010-01-10 revision 26273) [x86_64-linux]
marvin@kerberos:~/Desktop$ uname -a
Linux kerberos 2.6.32-22-generic #33-Ubuntu SMP Wed Apr 28 13:28:05 UTC 2010 x86_64 GNU/Linux
marvin@kerberos:~/Desktop$


Ergebnis des Schnelltests:

  • + Oniguruma ist implementiert
  • + Encoding-Behandlung ist implementiert
  • + Picky Lambda ist implementiert.
  • - Neue Hash-Syntax ist nicht implementiert.
  • - Dateikodierung per Magic Comment wird nicht erkannt.
  • - case erlaubt noch den Doppelpunkt.

Mehr fiel mir auf die Schnelle nicht ein. Hält sich also etwa die Waage.

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BeitragVerfasst: 16 Mai 2010, 21:06 
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Oh, ich habe gelesen, du hättest dir "nicht so" einen Narren an den Ruby 1.9-Strings gefressen ;). Bah, Charles Oliver Nutter-Syndrom: in allem gleich das negative lesen.

Gruß,
Skade


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BeitragVerfasst: 16 Mai 2010, 21:11 
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Noch etwas abgesetzt: was spricht in eurem Fall gegen SDL/OpenGL? Also, wenn ihr RPGs in dem Stil machen wollt, die ich so vor Augen habe (Final Fantasy < 6), dann solltet ihr doch was wollen, was Texturen ordentlich kacheln kann. Und da sind 3D-Grafikkarten ja durchaus gut.

Gruß,
Skade


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BeitragVerfasst: 16 Mai 2010, 23:03 
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Skade hat geschrieben:
was spricht in eurem Fall gegen SDL/OpenGL?
Prinzipiell nichts, bislang habe ich mit Rubygame herumgewerkelt, das basiert auf SDL.
Skade hat geschrieben:
Also, wenn ihr RPGs in dem Stil machen wollt, die ich so vor Augen habe (Final Fantasy < 6), dann solltet ihr doch was wollen, was Texturen ordentlich kacheln kann.
Der RPGXP war der erste von Enterbrain, der beträchtlich mehr Farbtiefe auf den Bildschirm brachte als seine Vorgänger wie der RPG-Maker 2k3 (oder so ähnlich, habe die Bezeichnung gerade nicht mehr im Kopf). Zum bildlichen Vergleich habe ich einfach mal einen der Mages aus dem Standardreportoire des RPGXP angehangen (nicht mit Steinen werfen - mit irgendwas muss ich meine Skripte ja testen, ich bin kein Graphiker[1]).

Vale,
Quintus

[1]Ich kenne aber jemanden, der eventuell Lust dazu hat. Er hat zwar relativ wenig Ahnung von Graphikprogrammen, ist aber ziemlich gut darin, alle möglichen Untiere auf Papier zu bringen.


Dateianhänge:
Dateikommentar: Ein Beispiel.
mage.zip [21.44 KiB]
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BeitragVerfasst: 17 Mai 2010, 00:08 
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Zitat:
Prinzipiell nichts, bislang habe ich mit Rubygame herumgewerkelt, das basiert auf SDL.

SDL ist zu langsam. Spätestens wenn du Transparenz, Planes und so grafische Effekte wie Drehungen, Zoomen etc. hinzufügen willst. Ohne openGL geht das nicht flott genug.

Skade hat geschrieben:
Noch etwas abgesetzt: was spricht in eurem Fall gegen SDL/OpenGL? Also, wenn ihr RPGs in dem Stil machen wollt, die ich so vor Augen habe (Final Fantasy < 6), dann solltet ihr doch was wollen, was Texturen ordentlich kacheln kann. Und da sind 3D-Grafikkarten ja durchaus gut.

Tatsächlich war das mein allererster Versuch einen eigenen Maker zu schreiben - und auch mein allererster Versuch überhaupt etwas mit C zu machen, weshalb daraus letztlich auch nichts geworden ist. Gelernt hab ich dabei trotzdem eine Menge dabei.

Dennoch empfand ich die Java-OpenGL Bibliotheken später als angenehmer, unter anderem auch weil dort fehlende Features (bsp. NPOT) nachemuliert werden. In der C-Fassung habe ich einen Haufen Zeit damit verschwendet sowas selbst zu schreiben. Auch sonst hat man in Java die wenigsten Scherereien, was die Forderung nach Plattformunabhängigkeit angeht. Ich kann mich noch dunkel erinnern, dass es 'ne Katastrophe war unter MacOSX eine SDL-Library zum Laufen zu bekommen, die vorher unter Linux entwickelt wurde.

Dazu kommt das Ruby und C++ ja auch nicht so eine tolle Kombination sind (ich erinnere mich jedenfalls das es da einige Dinge zu beachten gab).

Aber prinzipiell hätte ich nichts dagegen einzuwenden C++ zu verwenden. Ich wollte mich ohnehin mal wieder etwas näher damit befassen.


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BeitragVerfasst: 17 Mai 2010, 05:19 
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Ich hätte wie Skade auch SDL/OpenGL vorgeschlagen, als Programmiersprache C. Man könnte aber auch (Teile der) SFML verwenden, welche sehr portabel ist und bereits sehr viele Features bietet. Möglicherweise auch zu viele :o


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